Lirpalirpa

Update: Unser Aprilscherz 2019 hat zu einigen Rückfragen geführt, die meisten konnten beantwortet werden!

Das Erstaunen war groß am heutigen Vormittag in Sarau: In einem im vergangenen Herbst ausgebaggerten Teich in der Dorstraße wurde ganz zufällig die seltene Heringsart "Lirpalirpa" vorgefunden. Bei Reinigungsarbeiten mit einem Kescher wurden einige Exemplare aus dem Wasser gefischt und nach nur wenigen Telefonaten mit dem meeresbiologischen Institut in Kiel kam am Nachmittag per Fax die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um die eigentlich in der nördlichen Ostsee beheimateten Lirpalirpa handelt.

Nach Expertenauskunft ist es wahrscheinlich, dass einige Lirpalirpa den Weg durch die Trave und anschließend durch das gemeindliche Abwasserkanalsystem genommen haben, um dann im Teich zu laichen. Damit gibt es jetzt auch eine Erklärung für die bis dato mit großem Fragezeichen versehenen Aufnahmen, die durch eine Spezialfirma im Rahmen der Erstellung des Kanalkatsters bislang unter Verschluss gehalten wurden. Trotz intensiver Nachforschungen war es bis heute nämlich nicht gelungen, die in den Abwasserrohren gemachten Aufnahmen eindeutig zu verifizieren. Um keine unnötige Verunsicherung in der Bevölkerung auszulösen, hatte man auf eine Veröffentlichung ganz bewusst verzichtet.

"Möglicherweise ist dieses ungewöhnliche Vorkommen ein Beleg für den weiter fortschreitenden Klimawandel", so der nicht namentlich genannte Teichbesitzer. "Fürs erste werden wir die Spezialität nur im Familien- und Freundeskreis weiterreichen. Sollten die Fangmengen allerdings größer werden, können wir uns auch eine Vermarktung über einen Regioautomaten in der Gemeinde vorstellen."